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Ziele erreichen durch erfolgreiche Veränderungsprozesse

„Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach!“ sagt der Volksmund. Warum scheitern so viele Veränderungsabsichten, obwohl die meisten doch festen Willens sind, in Zukunft endlich mal … (weniger zu trinken, zu essen, fernzusehen, zu arbeiten, zu rauchen etc.)?

 

An mindestens zwei entscheidenden Punkten könnten auch Ihre guten Vorsätze bisher gescheitert sein: Zum einen haben Sie sich zwar gegen eine bestimmte Gewohnheit bzw. ein künftig zu unterlassendes  Verhalten entschieden, aber vielleicht nicht für eine konkrete Alternative, die Sie stattdessen machen wollen. Zum anderen haben Sie möglicherweise die Messlatte von Anfang so hoch gelegt, dass Sie sie auf Dauer nur reißen konnten.

 

Den ersten Punkt betreffend lautet eine einfache und griffige Formel: Nur positiv formulierte Ziele lassen sich erreichen! Es wird Ihnen auf Dauer nicht gelingen, irgendeine lästige Angewohnheit abzulegen oder zumindest deutlich zu reduzieren, wenn Sie sich nicht sehr bewusst für ein konkretes Alternativverhalten entscheiden. Sie hätten sich Ihr „Laster“ nie angewöhnt, wenn es nicht irgendein Bedürfnis befriedigen würde (dies kann auch ein Schutzbedürfnis sein). Welches genau? Und was soll mit diesem Bedürfnis in Zukunft geschehen? Sie brauchen eine „Ersatzbefriedigung“, sonst wird ihr Körper dafür sorgen, dass er sich die gewünschte Erfüllung bzw. den vermeintlich benötigten Schutz auf die gewohnte Weise verschafft. Erst recht, wenn Sie im Stress sind – denn je größer der Stress, desto älter das Verhaltensmuster, auf das wir zurückgreifen. Unser Geist mag zwar willig sein, aber er selbst ist zu schwach. Auch der Verstandes-Mensch ist ein Bedürfnis-Tier!

 

Was den anderen Punkt betrifft, ist die mögliche Falle noch einfacher nachzuvollziehen. Wenn Sie wollen, dass Ihr Gehirn etwas lernt (z.B. ein neues Verhalten), müssen Sie ihm Erfolgserlebnisse verschaffen. Wir haben ein Belohnungssystem im Kopf, dessen primärer Zweck es ist zu lernen, was uns weiterbringt oder Freude bereitet. Sie müssen also bei jeder „Umgewöhnung“ mit so kleinen Schritten anfangen, dass Sie Ihre (Teil-)Ziele auch leicht erreichen können. Dann freut sich ihr Gehirn: „Prima, das schaffe ich! – Was kommt als Nächstes?“ Setzen Sie sich Ihre Ziele zu hoch, scheitern Sie daran und ihr „innerer Schweinehund“ kommt zu dem Schluss, dass er dann ja auch so weitermachen kann wie bisher.

 

Dies sind zwei wesentliche Beispiele für Erfolgsfaktoren von Veränderungsprozessen. Möchten Sie beim Erreichen Ihrer persönlichen Ziele meine professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen, freue ich mich auf ein Kennenlernen bei einem persönlichen Gespräch.

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

(Antoine de Saint-Exupéry)